|
ASSIST a.s.b.l. Kigali, Ruanda |
|
Verein zur Unterstützung für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebensumständen |
|
Hintergrund
Assist wurde im Juli 1999 gegründet infolge allgemeiner Unmutsbezeugungen vieler junger Ruandaer (besonders Mädchen, die der Familie vorstehen), die die Folgezeit des Völkermordes von 1994 mit ihrer schwierigen ökonomischen Situation erleben müssen. Die Hauptaufgaben des Vereins waren sachgemäß auf die Bedürfnisse der jungen Menschen zu reagieren, die Opfer einer Situation geworden waren wofür sie keine Verantwortung trugen. Die Programme von Assist beinhalten im Allgemeinen die Unterstützung der Jugendlichen, in dem ihre Pläne und Wünsche gefördert werden und sie Beratung und Empfehlungen erhalten. Auf dem Hintergrund der Förderung des Respektes und Hilfe weckt Assist das Bewusstsein für die Gefahr der zunehmenden Gefährdung, mit welcher die ruandischen Jugendlichen konfrontiert sind, besonders im Hinblick auf die AIDS-Pandemie. Assist antwortet auf die gegenwärtige ruandische sozio-ökonomische Situation, von der die ruandischen Jugendlichen direkt oder indirekt betroffen sind. Der Verein kümmert sich besonders um die große Zahl Jugendlicher, die von der Möglichkeit abgeschnitten sind eine Berufsausbildung zu bekommen, weil sie Waisen oder mehr oder wenig stark behindert und auf diese Weise von entfernten Verwandten abhängig bleiben und oft genug auf vielfältige Weise von Erwachsenen ausgebeutet werden. Die hohe Sterblichkeitsrate und Behinderungen sind charakteristisch für viele Ruandaer in den abgeschnittenen Gegenden, in denen diese jungen Menschen leben, wo der Grad der gesundheitlichen Bedingungen und Ernährung niedrig ist. Diese Charakteristika sind offensichtlich Ursachen und Konsequenz der Armut in den Kommunen und ist deshalb der Hauptgrund ihrer Schwierigkeiten. Assist sah sich auch zu seiner Arbeit veranlasst durch den Umstand, dass 10-12% der Ruandaer eine Behinderung haben (The Rwandan Repuplic, World Bank Project, 1998, S.40-41); und 90% der Bevölkerung leben noch in armen ländlichen Gegenden auf Basis landwirtschaftlicher Selbstversorgung. Aufgrund dieser Situation leben 65% von ihnen unter der Armutsgrenze. Die schwache ruandische Wirtschaft muß über 65% ihres Bruttoinlandsproduktes für ausländische Schulden bezahlen. Assist fühlt sich in besonderer Weise dem Schicksal der Waisen verpflichtet. Der Verein wurde als einzige ruandische NGO ins Leben gerufen, der größtenteils von Waisen geleitet wird, trotz ihrer Einschränkungen. Es wird geschätzt, daß der Völkermord 1994 mehr als 400.000 Waisen zurückgelassen hat, von denen ca. 190.000 in "Kinderfamilien" leben (das sind Haushalte, in denen das älteste Kind das Familienoberhaupt ist, weil Eltern, Großeltern und andere Verwandte tot sind). HIV/AIDS fordert ständig weitere Opfer unter diesen benachteiligten jungen Menschen, indem permanent infizierte Eltern sterben. Man nimmt an, daß 11,2% der Ruandaer infiziert sind gegenüber 1,3% im Jahr 1986. Die Vereinsaktivitäten wurden ferner erforderlich durch die hohe Rate an jungen Menschen, die keinen Zugang zu Bildung haben. Obwohl 72,2% der Kinder schulfähig sind, gehen 27,8% (2000) nicht zur Schule und die Rate der Schulabgänger im Grundschulalter wächst. Obwohl 64,8% der Schüler im richtigen Alter eingeschult werden, erreichen nur 16,2% der Mädchen die 6. Klasse gegenüber 19,4% der Jungs. Obwohl "Handicap International" die Zahl behinderter Ruandaer im Jahr 1995 auf 600.000 geschätzt hat, sind keine Statistiken mit der Zahl behinderter Jugendlicher verfügbar und sie erfahren keine Unterstützung durch regierungsgeförderte Institutionen. Gerade einmal 337 Jugendliche gehen an spezielle Missionsschulen. Angesichts der Tatsache, daß die Jugendlichen Ruandas Zukunft, und eine alarmierend hohe Zahl von ihnen gefährdet sind, arbeitet Assist bereits direkt oder indirekt mit folgenden Zielstellungen:
|
Über uns
Projekte !Patenschaften Download Partner Presse Impressum
|
Anliegen der Organisation
Assist wurde gegründet, um jungen Menschen zu helfen, die mit schwierigen Lebensverhältnissen konfrontiert sind, wie oben beschrieben. Und das sind die Anliegen von Assist:
Die Mission von Assist Die Mission von Assist besteht in der Stärkung des Selbstvertrauens der vernachlässigten Jugendlichen, die in schwierigen Verhältnissen leben. Das schließt folgendes ein:
Die Hauptzielgruppen
Zurückkehrende Waisen Assist ist sich bewusst, daß all die oben erwähnten Gruppen von Jugendlichen mit Behinderungen in physischer, sensorischer, emotionaler und sozialer Hinsicht geprägt sind. Ihnen wendet sich Assist besonders zu, denn sie sind die am meisten vernachlässigten und am wenigstens unterstützen jungen Menschen in Ruanda. P.S. Es ist anzunehmen, daß Assist sich den am meisten vernachlässigten Jugendlichen zuwendet, die auch von anderen NGOs kaum unterstützt werden. Deshalb wird Assist diese Arbeit nicht nur fortsetzen sondern auch die ruandische Gesellschaft und Regierung herausfordern, ihre Verantwortung in dieser Hinsicht wahrzunehmen. |